Warum Ihre Website keine Anfragen bringt: 20 häufige Fehler

Eine Website kann modern aussehen, professionell wirken und trotzdem kaum Anfragen bringen. Das Problem ist häufig nicht der Traffic. Menschen kommen auf die Website – aber irgendwo zwischen dem ersten Eindruck und dem Kontaktformular springen sie ab.

Und meistens liegt es nicht an einem einzigen großen Fehler. Es sind mehrere kleine Hindernisse:

  • Das Angebot ist nicht sofort verständlich.
  • Der wichtigste Button wird übersehen.
  • Auf dem Smartphone ist die Seite unangenehm zu bedienen.
  • Das Kontaktformular verlangt zu viele Informationen.
  • Preise oder Konditionen bleiben völlig unklar.
  • Es fehlen echte Referenzen und Vertrauenssignale.

Jeder einzelne Punkt wirkt vielleicht harmlos. Zusammen können sie jedoch dazu führen, dass ein potenzieller Kunde die Website wieder verlässt, ohne Kontakt aufzunehmen. Genau deshalb habe ich eine Checkliste mit 20 typischen Website-Fehlern erstellt, die Anfragen kosten können.

1. In wenigen Sekunden ist nicht klar, was Sie anbieten

Einer der häufigsten Fehler beginnt bereits ganz oben auf der Website. Dort stehen Sätze wie „Innovative Lösungen für Ihren Erfolg.“ oder „Qualität, Kompetenz und Professionalität.“

Das klingt positiv – beantwortet aber keine der Fragen, die ein neuer Besucher hat:

  • Was bieten Sie konkret an?
  • Für wen ist das Angebot gedacht?
  • Welches Problem lösen Sie?

Ein Besucher sollte diese Informationen innerhalb weniger Sekunden verstehen können.

Statt: Innovative Lösungen für Ihr Unternehmen.
Besser: Professionelle Websites für lokale Dienstleister, die über Google neue Kunden gewinnen möchten.

Punkt 1 der Checkliste setzt genau hier an: Allgemeine Floskeln helfen dem Besucher nicht zu verstehen, was er tatsächlich bekommt.

2. Werbung und Landingpage passen nicht zusammen

Ein Besucher klickt nicht zufällig auf eine Google-Anzeige. Er hat eine bestimmte Erwartung.

Wenn eine Anzeige beispielsweise „Küchenpreis in 2 Minuten berechnen“ verspricht und der Nutzer anschließend auf einer allgemeinen Startseite landet, auf der kein Rechner zu finden ist, entsteht sofort ein Bruch. Die Anzeige sagt A. Die Website zeigt B.

Das betrifft nicht nur Google Ads. Dasselbe Problem entsteht bei:

  • Meta Ads,
  • Instagram,
  • Google Maps,
  • Flyern,
  • E-Mail-Kampagnen,
  • Social-Media-Posts.

Die Seite, auf der der Besucher landet, sollte möglichst genau das fortsetzen, was ihm vorher versprochen wurde.

3. Die Website verlangt dem Besucher zu viel Arbeit ab

Menschen lesen Websites selten von oben bis unten. Sie überfliegen sie. Sie suchen Überschriften, Preise, Leistungen, Bilder, Bewertungen oder eine schnelle Antwort auf ihre Frage.

Lange Textblöcke, komplizierte Fachbegriffe und Überschriften wie „Unsere Vorteile“ erschweren genau diese Orientierung. Eine gute Website sollte deshalb nicht möglichst viel Text enthalten. Sie sollte Informationen schnell auffindbar machen.

Dazu gehören:

  • konkrete Überschriften,
  • kurze Absätze,
  • sinnvolle Zwischenüberschriften,
  • Listen,
  • Bilder oder Grafiken dort, wo sie etwas erklären,
  • klare nächste Schritte.

4. Der Besucher weiß nicht, was er als Nächstes tun soll

Ein interessierter Besucher ist noch keine Anfrage. Irgendwann muss er eine Handlung ausführen: anrufen, schreiben, einen Termin auswählen oder ein Formular absenden. Genau hier verlieren viele Websites potenzielle Kunden.

Ein Button mit „Mehr erfahren“ sagt kaum etwas darüber aus, was danach passiert. Deutlich klarer sind beispielsweise:

  • „Kostenlose Erstberatung anfragen“
  • „Termin auswählen“
  • „Website prüfen lassen“

Auch die Position ist entscheidend. Wenn der einzige Kontaktbutton ganz oben steht, der Besucher aber erst nach dem Lesen der Leistungen und Referenzen überzeugt ist, muss er ihn anschließend wieder suchen. CTA-Elemente sollten deshalb an sinnvollen Stellen auf der Seite wiederkehren.

5. Auf dem Smartphone funktioniert die Website nur „irgendwie“

Eine Website kann auf dem Desktop hervorragend aussehen und trotzdem Kunden verlieren. Denn ein großer Teil der Besucher öffnet sie auf dem Smartphone.

Typische Probleme sind:

  • zu kleine Buttons,
  • kleine Schrift,
  • Elemente, die sich beim Laden verschieben,
  • große Bilder und lange Ladezeiten,
  • Formulare, die mobil kaum bedienbar sind.

Besonders problematisch ist ein sogenanntes „springendes“ Layout: Während Inhalte laden, verschiebt sich plötzlich ein Button und der Nutzer klickt auf das falsche Element. Deshalb sollte eine Website nicht nur responsive aussehen, sondern tatsächlich auf einem Smartphone getestet werden.

6. Die Website erzeugt zu wenig Vertrauen

Bevor jemand eine Anfrage stellt, entsteht fast immer eine zweite Frage: Kann ich diesem Unternehmen vertrauen?

Besonders schwierig wird es, wenn eine Website:

  • keine Preise oder Preisrahmen nennt,
  • nur anonyme Bewertungen zeigt,
  • Stockfotos statt echter Arbeiten verwendet,
  • keine nachvollziehbaren Referenzen besitzt,
  • künstlichen Zeitdruck erzeugt.

Ein Countdown, der sich nach jedem Neuladen wieder zurücksetzt, kann beispielsweise genau das Gegenteil bewirken: Sobald der Besucher die künstliche Verknappung erkennt, zweifelt er möglicherweise auch an anderen Aussagen auf der Website.

Vertrauen entsteht eher durch konkrete Beweise: echte Projekte, reale Bewertungen, nachvollziehbare Ergebnisse und transparente Informationen.

7. Das Kontaktformular wird selbst zum Hindernis

Ein Formular ist kein Bewerbungsgespräch. Für den ersten Kontakt werden normalerweise nicht zehn Informationen benötigt.

Wenn ein Interessent sofort Angaben zu Telefonnummer, Firma, Position, Budget, Projektumfang und Adresse machen muss, steigt der Aufwand erheblich. Für einen ersten Kontakt reichen häufig Name + eine Kontaktmöglichkeit + kurze Nachricht.

Auch Fehlermeldungen müssen verständlich sein. Ungültiger Wert hilft einem Menschen nicht weiter. Besser: Bitte geben Sie Ihre Telefonnummer z. B. im Format 0152 12345678 ein.

Die Checkliste behandelt sowohl zu lange Formulare als auch unklare Fehlermeldungen als typische Hürden.

8. Noch schlimmer: Die Anfrage wird abgeschickt – kommt aber nie an

Das ist einer der teuersten Website-Fehler überhaupt. Die Website zeigt „Vielen Dank für Ihre Anfrage.“ Der potenzielle Kunde denkt, alles sei erledigt. Aber die E-Mail landet im Spam, wird falsch weitergeleitet oder das Formular funktioniert technisch nicht korrekt. Das Unternehmen merkt davon möglicherweise wochenlang nichts.

Deshalb reicht es nicht, ein Kontaktformular einmal einzubauen. Es muss regelmäßig überprüft werden. Idealerweise werden außerdem Analytics-Daten mit den tatsächlich eingegangenen Anfragen verglichen.

Wie viele dieser Fehler gibt es auf Ihrer Website?

Vielleicht keinen. Vielleicht drei. Vielleicht zwölf. Das lässt sich nicht anhand des Designs allein beurteilen.

Eine Website muss nicht nur schön aussehen. Sie muss den Besucher möglichst einfach von seiner Frage bis zur gewünschten Handlung führen. Dafür habe ich die kostenlose Checkliste: 20 Fehler auf der Website, die Anfragen kosten erstellt.

Sie können Punkt für Punkt prüfen:

  • Angebot und Texte
  • Werbung und Landingpages
  • Call-to-Actions
  • Navigation
  • mobile Nutzung
  • Ladeverhalten
  • Vertrauen
  • Formulare
  • Tracking
  • Datenschutz und Zugänglichkeit

Die Checkliste enthält insgesamt 20 konkrete Punkte, mit denen sich typische Hindernisse auf einer Website systematisch prüfen lassen.

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20 Website-Fehler prüfen und herausfinden, wo potenzielle Kunden abspringen.

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